Kindergospelchor |
Konzert am 9. Juli 2006 |
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Der Kindergospelchor begeistert das Publikum2. Jubiläumskonzert im FestmonatAnmerkung webmaster: Leider wurden im Bericht der Augsburger Allgemeinen von der Redaktion fast alle Namen der Solisten gestrichen. Der nachfolgende Bericht erscheint so, wie er der Redaktion zugestellt wurde.
Nachdem die Glocken verstummten, zogen 13 junge Sängerinnen und Sänger am Sonntagnachmittag, den 9.Juli, in die nun bald 50 Jahre alte Evangelische Johanneskirche ein. Dabei intonierten sie den Gospel “Let all the people praise Him” unter Klavierbegleitung. Am Ende des Liedes stand der Kindergospelchor perfekt aufgestellt im Altarraum der Kirche. Es schloss sich gleich das zweite Stück an “If the Lord has been good to You”, wobei der zehnjährige Lukas das erste Solo des Tages ins Mikrophon sang. Gespannt war das zahlreich erschienene Publikum auf dieses erste Konzert. Schließlich gibt es diesen Chor erst seit dem Beginn dieses Schuljahres. Sein Können zeigte er erstmalig in der Kindergospelweihnacht. Jetzt wurden der Chor und das Publikum durch den “Hausherrn” fröhlich begrüßt. Er drückte den jungen Sängern im Grundschulalter die Daumen für ihren ersten Auftritt. Jetzt kamen die Kinder an die Reihe: “Hallo! Wir vom Kindergospelchor der Johannes-Kirche begrüßen Sie sehr herzlich. Wir freuen uns sehr, dass Sie zu unserem Konzert gekommen sind.” So sprach eine junge Sängerin. Sie erklärte gleich die nächsten beiden Lieder: “Kommt zusammen im Namen des Herrn! Get together!” und “Alles wegen Jesus - All because of Jesus”. Beim zweiten Stück wurde die Botschaft des Liedes durch wohl einstudierte Bewegung des Chores verdeutlicht. Nach diesen modernen Gospels kamen zwei wohlbekannte Ohrwürmer, nämlich “Swing low, sweet chariot” - Solo Denise - und “Gonna lay down my burden”. Vor Gott können wir unsere Sorgen ablegen wie an den Ufern eines Flusses. Bei diesem Stück erstaunte der gekonnte Wechsel zwischen ruhiger Strophe und flottem, mitgeklatschtem Refrain. Zunächst zögerlich, dann umso kräftiger klatschte auch das Publikum mit. Daran schloss wieder ein modernes Lied an: “We´ve come this far by faith. - Gott zeigt uns den richtigen Weg im Leben.” Von Mal zu Mal steigerten sich die Anforderungen an den Chor, die er brillant meisterte. “Was können wir Jesus an die Krippe bringen? - What can I give him?” sang mit ihrem ganz eigenen Charme Svenja. Zunächst kam ihr Solo. Nach einem kurzen Zwischenspiel auf dem Klavier nahm der Chor die Melodie des Solos und verstärkte sie. Im nächsten musikalischen Block stand die Natur und die Schöpfung auf dem Programm: „Lord, I hear the showers of blessing” und der Klassiker von Louis Armstrong “What a wonderfull world”. Durch die jungen Stimmen bekam dieses so oft gehörte Stück einen ganz eigenen Charme. Besonders gelungen war der sehr schöne Break mit anschließendem Ritardando in diesem Stück. Gleitend ging es dann über in das nächste Stück, “All things work together so good”. Das Konzert gewann immer mehr an Fahrt. Das Publikum wurde immer mehr mitgerissen. Die Begeisterung der Kinder sprang auf die Menge über, die Kirche bebte. Erst jetzt merkte man als Zuhörer, dass hier niemand ein Blatt Papier in der Hand hielt. Alles kam auswendig zum Vortrag. Bei “God is working” waren Levi und Julian die engagierten Solisten, die sich gegenseitig anspornten. Nach den modernen Gospel “He will deliver”, “God is an awesome God” - Solo: Vanessa und Jasmin -, “Stop what You´re doing” kamen wieder zwei Klassiker: Shine Your light” - Solo: Svenja - und “Joshua” - Solo: Tamara. Der Wechsel zwischen Sologesang und Chor wurde immer schneller und übergangsloser. Dass das so perfekt klappt, kann man kaum glauben - vor allem, da doch die Chorleiterin Elisabeth Havelka am Klavier sitzt und nur durch Nicken die Einsätze geben kann. Bei “Raise your voice” - Solo: Jasmin und Vanessa - steigerte sich die Dynamik abermals. Man merkte: Jetzt war der Chor richtig drin. Alle Aufregung und Nervosität des Anfangs waren vergessen. Dazu trug auch das begeisterte Publikum bei. Danach folgte das ganz ruhige Glaubensbekenntnis “I believe in God”. Jetzt kam die schwerste Hürde - das aus dem Film ”Sister Act” sehr bekannte Lied “Nothing You can say” - Solo: Julian und Johannes. Die beiden Solisten sangen einander zu, sangen miteinander und im Wechsel mit dem Chor. Das Stück wurde perfekt mit der erwarteten Dynamik präsentiert. Das Ende bildete eine geflüsterte Schlusszeile. Danach kannte der Applaus keine Grenzen. Die Chorleiterin ergriff das Mikrophon und lud alle Kinder im Grundschulalter ein, doch beim Chor mitzumachen. Nach dem kurzen und flotten „God is gonna finish” kam wieder ein Meilenstein aus der Gospelliteratur, nämlich “Oh happy day” - Solo: Joanna - auch wieder der gekonnte Wechsel von lauten und leisen Teilen des Songs. Danach wurde das Publikum in das Konzert eingebaut. Der Chor sang den Refrain von “Glory to God almighty” vor, das Publikum nach. Im Gegenüber zum begeistert mitsingenden Publikum entfaltete der Chor seine ganze stimmliche Potenz. Dass 13 Kinderstimmen so laut und so schön singen können, das war erstaunlich. Nun kam der fast poppige “Gospel Boogie”. Den Schluss bildete der Klassiker eines jeden Gospelkonzerts, das “Amen”. Jetzt war niemand mehr zu halten. Er wurde gesungen, geklatscht und gelacht. Der Applaus danach nahm fast kein Ende. Ein völlig verblüffter Vater sagte am Schluss: “25 Lieder ganz auswendig vorgetragen und dann noch in Englisch. Das find' ich toll.” Nach einer Stunde und 15 Minuten war das Konzert vorbei. Und das Publikum ist schon gespannt auf die nächsten Auftritte. Markus Maiwald
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